Dein Mann will Deinen Hund nicht akzeptieren – So kannst Du ihn überreden

Google+ Pinterest LinkedIn Tumblr +

„Mir reichts! Der Hund oder Ich – entscheide Dich!“

Wie viele Ehen und Beziehungen wohl schon an dieser Frage zerbrochen sind? Ein kurzer Blick in die gängigen Internetforen zu Hundefragen lässt Böses erahnen, denn hier ist die eindeutige Antwort immer und von allen Seiten:

„Natürlich der Hund! Schmeiß den Kerl raus! Wer keine Hunde mag, hat in Deinem Leben nichts zu suchen.“


Aber ist es wirklich so leicht? Wohl kaum, denn wenn der Partner ein langjähriges Familienmitglied nicht (mehr) akzeptiert steckt vermutlich mehr dahinter, sei es der Wunsch nach einem ruhigeren Leben, einem langen Urlaub, finanzielle Probleme oder schlicht der Traum von einem Sofa ohne Hundehaare. Für viele dieser vermeintlich unlösbaren Probleme, gibt es jedoch eine relativ einfache Problemlösung: miteinander sprechen.

Taktik Nummer 1: Kommunikation

Viele Probleme lassen sich mithilfe eines ruhigen Dialogs lösen oder diese gar nicht erst aufkommen. Natürlich lassen sich so nicht alle Probleme wegzaubern, die im Zusammenleben mit einem Hund und einem Partner entstehen können, aber gerade Dinge, wie der Wunsch nach einem „hundefreien Wochenende“ mit dem Partner lassen sich doch oft einfacher umsetzen als gedacht. Der Hund freut sich ja vielleicht auch über ein „Menschenfreies Wochenende“ in einer gut ausgewählten Pension oder bei Familie und Freunden.

Eine andere Sache ist es, wenn der Partner Angst vor dem Hund hat und ihn deshalb nicht mehr behalten möchte. Hier hilft es wenig nur darüber zu reden, dafür umso mehr die Probleme gemeinsam anzugehen und Ängste abzubauen. Wenn Unsicherheiten bestehen, ist es ratsam, gemeinsam mit einem Hundetrainer zu trainieren. In besonders ausgeprägten Fällen kann auch ein Therapeut dabei helfen, das Vertrauen zwischen Hund und Mensch zu stärken.

Taktik 2: Aktion-Reaktion

Gespräche und Pläne helfen nicht, wenn das zuvor Besprochene im Nachhinein nicht von beiden Parteien umgesetzt wird.

Ob ein gemeinsamer Besuch in die Hundeschule oder einfach mal wieder gemeinsam Gassi gehen, es gilt, die schönen Seiten der Hundehaltung neu zu entdecken. Befreit das Sofa regelmäßig von Hundehaaren oder einigt euch darauf, dass ein bestimmter Platz zur Hunde(haar)freien Zone erklärt wird. Absprachen, mit denen beide Seiten zufrieden sind und die auch von beiden eingehalten werden, machen das Zusammenleben direkt viel harmonischer. Wenn das nicht klappt: Zurück zu Taktik 1.

Ein anderes Problem stellt sich, wenn noch kein Hund eingezogen ist, aber nicht alle menschlichen Mitbewohner allzu begeistert sind von der Vorstellung in Zukunft den Platz im Bett, auf dem Sofa und in der Küche teilen zu müssen. Hier hilft nur hartnäckige Überzeugungsarbeit!

Egal ob es die eigenen Eltern, der Freund oder der Ehemann sind: Wenn DU einen Hund willst und bereit bist, Dich die nächsten Jahre zuverlässig um ihn zu kümmern, dann setze Dich dafür ein, die anderen zu begeistern. Und wenn es andersherum ist und Dein Partner einen Hund möchte, Du aber nicht, dann lasse Dich einfach mal auf den Gedanken ein. Vielleicht kann Dich der Hundebegeisterte ja ein wenig mitnehmen, in seine Vorstellung von einem Leben mit Hund und Du findest auch Gefallen an einem treuen Begleiter.

So kannst Du ihn an den Hund gewöhnen

Vielleicht fährt zufällig gerade ein Freund oder ein Familienmitglied in den Urlaub und der Hund sucht eine Urlaubsbetreuung. Das wäre die ideale Möglichkeit, um ein wenig in den Alltag mit Hund herein zu schnuppern und sich mit dem Gedanken anfreunden, in Zukunft über den eigenen, schlafenden Hund zu stolpern. Viele Tierheime freuen sich über zuverlässige Gassigänger, die mit den Tierheimhunden regelmäßig ein paar Runden drehen und, wer weiß: Vielleicht findest Du so ja ganz nebenbei deinen zukünftigen Freund auf 4 Pfoten.

Zum Spezialartikel:   Wann ist der richtige Zeitpunkt für einen Hund? Und, gibt es den überhaupt?

Meine persönliche Überzeugungstaktik, die erfolgreich funktioniert hat: Bilder zeigen, von süßen Hunden, immer wieder. Gehirnwäsche quasi. Und gleichzeitig immer wieder alle Vorteile des Lebens mit einem Hund aufzählen: große Spaziergänge an der frischen Luft, die sind unglaublich gesund und halten fit, abendliches Kuscheln vor dem Fernseher, über den Hund lernt man so viele neue Hundemenschen kennen und überhaupt: Das Leben mit Hund ist einfach besser als das ohne.

Wenn Du mit dem Gedanken spielst, Deinen Hund abzugeben

Der vermeintliche Hundetraum entpuppt sich nach einiger Zeit als wahr gewordener Albtraum, was nun?
Dein Hund hat Dich gebissen, akzeptiert Dich nicht als Rudelführer, zeigt sich aggressiv gegenüber Deinen Kindern oder zeigt ein stark ausgeprägtes Territorialverhalten, es gibt viele Gründe, welche zur Überforderung einiger Besitzer führen.

Grundsätzlich ist das Ziel, sowohl für Zwei-, als auch Vierbeiner, ein glückliches und vor allem stressfreies, gemeinsames Leben zu führen. Fühlst du Dich in bestimmten Situationen mit dem Hund unsicher oder hast sogar Angst, muss schnellsten etwas passieren. Es muss nicht gleich der Weg ins nächstgelegene Tierheim sein, es gibt zahlreiche andere Möglichkeiten:
Manchmal hilft schon eine kurze Pause – vielleicht hast Du ja bei Deinen ausgedehnten Spaziergängen jemanden kennengelernt, der Deinen Hund mal über ein Wochenende zu sich nimmt und euch eine kurze Auszeit voneinander ermöglicht. Gut möglich, dass Du nach ein paar Tagen aufwachst und Deinen vierbeinigen Albtraum vermisst. Dann hol ihn Dir zurück und genieße jede Sekunde in dem Wissen, dass es ohne ihn noch viel schlimmer wäre. Natürlich ist nach so einer Pause nicht automatisch alles wie in Deiner Wunschvorstellung, aber es kann Dir neue Kraft geben, um zum Beispiel nach einem passenden Hundetrainer zu suchen und an den Problemen zu arbeiten.

No votes yet.
Please wait...
Voting is currently disabled, data maintenance in progress.

Comments

comments

Share.

About Author

Hier schreibt Charlotte, 25 Jahre alt aus Düsseldorf mit kreativer Unterstützung von Rumo, 3 Jahre alt, Slowakischer Golden-Schnauzer-Mischling. Wir interessieren uns für alle Themen rund um den Hund: Ernährung, Erziehung, Gesundheit und was sonst noch alles dazu gehört!