Mein Hund will nicht ins Auto! Daran könnte es liegen

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Die Gründe, warum Dein Hund nicht ins Auto möchte, können vielseitig sein. Reiskrankheit, Schmerzen beim Ein- und Aussteigen sind mögliche Ursachen. Welche weiteren Gründe es geben kann, wie man sie erkennt und wie man den Hund dennoch ins Auto bekommt, erfährst Du, wenn Du weiterliest.

Mögliche Gründe, warum Dein Hund nicht ins Auto möchte

Schmerzen beim Springen

Bevor Du davon ausgehst, dass Dein Hund mit dem Autofahren an sich Probleme hat, solltest Du auf Anzeichen von Schmerz achten. Besonders dann, wenn Dein Hund bisher keine Probleme beim Autofahren hatte, sondern erst seit kurzem nicht mehr ins Auto springen will. Schmerzen beim rein- und rausspringen am Auto, können ein möglicher Grund sein. Lass Deinen Hund vom Tierarzt abchecken. Sollte der Tierarzt etwas entdecken, dann liegt die Lösung nahe, dass Dein Hund eine Einstiegshilfe bekommt. Du kannst ihn ins Auto heben, oder, sollte er zu schwer sein, eine Rampe zum Kofferraum aufstellen. Sollte Dein Hund die Schmerzen bereits mit dem Auto verknüpfen und deswegen Angst entwickelt haben, dann ist eine behutsame Desensibilisierung wichtig. Lass ihn mit dem Auto wieder positive Ereignisse verknüpfen.

Dein Hund wird reisekrank

Bei Hunden ist es wie auch bei uns Menschen. Manchen wird während der Autofahrt schlecht, wenn sich die Außenwelt bewegt und man selbst still hält. Es handelt sich dabei um eine optische Täuschung, die in der Natur ein Hinweis auf eine Vergiftung ist. Der Magen versucht dann, seinen Inhalt loszuwerden. Übelkeit und Erbrechen sind die Folge.

Oft legt man lange Strecken zurück, um seinen Welpen zu holen und der Welpe wird die gesamte Strecke mit dem Auto transportiert. Auf der langen Fahrt wird den meisten schlecht. Diese Erfahrung merkt sich Dein Hund und verknüpft sie mit dem Auto. Folge ist, die Angst vor der Autofahrt und/oder vor dem Auto. Auch wenn Dein Hund im Auto längst nicht mehr reisekrank wird, bleibt die Angst oft dennoch bestehen.

Angst vor dem Auto

Eine weitere Möglichkeit ist, dass Dein Hund das Auto an sich als beängstigend empfindet. Das Innere ist in den meisten Fällen sehr dunkel, der Kofferraum ungemütlich und der Kofferraumboden rutschig. Also alles andere, als einladend für den Hund. Ebenfalls könnte die Angst vor dem Auto durch eine negative Erfahrung im oder beim Auto ausgelöst werden. Er stößt sich den Kopf im Auto, kann sich nicht halten oder hört einen lauten Knall, während er im Auto sitzt.

Angst vor der Hundebox

Den Hund im Auto durch eine Hundebox zu sichern, ist sehr vorbildlich. Wenn der Hund aber ohne Vorbereitung in eine Hundebox gesperrt wird, kann das Panik verursachen.

5 Anzeichen, dass Dein Hund Angst hat

Hecheln

Hecheln ist ein typisches Zeichen für Beunruhigung. Der Hund kann aber auch aus anderen Gründen hecheln, z.B. bei Aufregung im Allgemeinen oder wenn ihm warm ist. Achte auf die Maulwinkel Deines Hundes. Sie sagen Dir, ob er gestresst oder entspannt ist. Sind sie stark nach hinten gezogen und meidet er Blickkontakt, dann ist das ein Zeichen von Stress.

Zittern

Zittert Dein Hund am ganzen Körper, dann ist das ein klares Zeichen für Angst.

Fluchtversuch

Dein Hund zieht stark an der Leine und versucht schnellstmöglich vom Auto wegzukommen.

Zum Spezialartikel:   Zecken beim Hund - Das solltest Du als Hundebesitzer wissen!

starrer oder hektischer Blick

Wenn Dein Hund starrt und den Blickkontakt vermeidet, dann ist das ein Anzeichen von Furcht. Das gilt auch für einen hektischen Blick. Achte auch auf erweiterte Pupillen.

zusammengekauerte Körperhaltung

Dein Hund macht sich klein und zieht die Rute zwischen die Beine.

6 Tipps, wie du Deinen Hund (wieder) ans Autofahren gewöhnst

Es gibt unterschiedliche Herangehensweisen, wenn es darum geht, den Hund für das Autofahren zu begeistern. Für alle Methoden gilt aber ein Grundsatz: behutsam und geduldig vorgehen! Beachte, dass es für den Hund äußerst anstrengend ist, gegen seine Angst anzukämpfen. Überfordere Deinen Hund nicht. 

Tipp 1 – Entspannt bleiben

Mach aus der Autofahrt kein Spektakel. Versuch nicht, Deinen Hund übermäßig fürs Autofahren zu motivieren. Lass Dich nicht auf Diskussionen ein. Damit bestätigst Du die Befürchtungen Deines Hundes, dass etwas nicht stimmt. Bleib ruhig und sprich nicht mit dem Hund. Bei kleineren Hunden kann es auch helfen, wenn man sie zum Auto trägt. Der Körperkontakt zu seiner Vertrauensperson kann helfen. Außerdem kannst Du damit verhindern, dass Dein Hund Zeit schindet oder versucht zu fliehen.

Tipp 2 – Leerer Magen

Wenn Dein Hund im Autofahren soll, dann füttere ihn vorher nicht. So kannst Du der Reisübelkeit vorbeugen. Außerdem ist es gut, wenn Dein Hund seine Geschäfte erledigen konnte und einen schönen Spaziergang hinter sich hat. Bei reisekranken Hunden fährt es sich mit leerem Magen besser.

Tipp 3 – Nähe des Autos fördern

Dein Hund möchte nicht einmal in die Nähe des Autos kommen? Dann habe Geduld und arbeite draußen mit ihm. Nähert euch dem Auto langsam. So lange er entspannt bleibt, bekommt er ein Lerckerchen. Wenn die Anspannung größer wird, dann stelle Dich zwischen den Hund und das Auto und locke ihn mit einem Leckerli noch ein kleines Stück näher ans Auto heran. Wenn er es sich holt, dann entfernt euch wieder vom Auto. Er sollte dann jedes Mal dem Auto näher kommen.

Tipp 4 – Gemütliches Auto

Achte darauf, dass das Auto ein angenehmer Ort für Deinen Hund ist. Eine Hundedecke, ein Kissen und das Lieblingsspielzeug reinlegen – schon wird’s gemütlicher. In einigen Kofferräumen findet man Wannen aus Kunststoff, die leicht rausnehmbar und waschbar sind. Für den Halter ist das praktisch, aber für den Hund ist dieser rutschige Boden sehr unangenehm. Bedenke, dass der Hund dort steht und versucht sein Gleichgewicht zu halten, um nicht umzukippen. Es ist schon schwierig stehen zu bleiben, wenn man an Tempowechsel, Kurven und Bremsen denkt. Ein rutschiger Untergrund macht es noch schwieriger.

Tipp 5 – Hundebox

Hundeboxen können eine Entlastung für den Hund sein. Sie haben zwei Vorteile: Sie begrenzen den Blick. Der Hund kann nicht aus dem fahrenden Auto sehen. Wenn er nicht sehen kann, wie sich die Außenwelt bewegt, dann wird ihm weniger schlecht. Bei reiskranken Hunden ein großer Vorteil. Der zweite Vorteil ist der enge Raum. Der Hund kann nicht so leicht umfallen. Gewöhne Deinen Hund im Haus an die Hundebox und mach sie zu einem Ort der Entspannung. Hunde lieben Höhlen, in die sie sich zurückziehen können. Leg eine gemütliche Unterlage in die Box und locke Deinen Hund erstmal mit Leckerlis in die Box. Wirf sie rein und lass sie ihn holen. Schnell merkt er, dass die Box keine Gefahr ist, sondern verknüpft sie mit etwas Positivem. Die Box soll für ihn zu einem Rückzugsort werden, in dem er auch nicht gestört wird. Wenn die Box ins Auto kommt, dann können damit schon Ängste abgebaut werden und zur Entspannung beitragen.

Tipp 6 – Langsam ans Autofahren gewöhnen

Wenn es klappt, Deinen Hund in die Nähe des Autos zu bekommen, dann kann er auch mal rein. Beginne damit, dass Du Deinen Hund kurz ins Auto setzt und ihn dann gleich wieder raus lässt. Sobald das gut funktioniert, solltest du die Türen oder den Kofferraum schließen und Dich selbst ins Auto reinsetzen. Bleib kurz sitzen. Das nächste Mal bleib etwas länger sitzen. Und dann wieder etwas länger. Nimm eine Zeitung mit und entspanne Dich.

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Du kannst dann einmal kurz den Motor anlassen und ihn dann wieder abstellen. Das machst du ein paar Mal. Damit gewöhnst du Deinen Hund an das Motorengeräusch. Erst wenn der Hund dabei entspannt bleibt, kannst Du das Auto mal bewegen. Bitte achte auf kurze Strecken, um ihn daran zu gewöhnen. Damit vermeidest Du, dass ihm übel wird. Fahrt am besten an einen Ort, wo ihn etwas Schönes erwartet. Da könnte sein Hundefreund auf ihn warten, Auslauf oder ein schönes Spiel. Wenn er merkt, dass nach der Fahrt immer etwas Schönes passiert, dann geht er in Zukunft noch lieber ins Auto.

Fazit

  • Kläre ab, warum Dein Hund nicht ins Auto will. Hat er Schmerzen, wird ihm schlecht oder hat er Angst vor dem Auto?
  • Gewöhne Deinen Hund langsam und behutsam ans Autofahren. Überfordere Deinen Hund nicht!
  • Bleibe selbst entspannt, wenn ihr zum Auto geht.
  • Sorge dafür, dass sich dein Hund wohl fühlt. Mit leerem Magen und einem gemütlichen Autoinnenraum.
  • Eine Hundebox kann gegen Übelkeit helfen.

Gute Fahrt!

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Alexandra Ajkovic