Wann ist der richtige Zeitpunkt für einen Hund? Und, gibt es den überhaupt?

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Wenn man mich fragen würde, wie lange ich schon einen Hund wollte, würde meine Antwort lauten: schon immer! So lange ich zurückdenken kann, hatte ich diesen Wunsch. Ich war das typische Kind, das sich immer Plüschhunde gewünscht hat und natürlich war auch der Wunsch nach einem echten Hund schon früh da. Allerdings hegten meine Eltern leider nicht den gleichen Wunsch.

Zunächst hieß deren Ausrede immer, dass wir in unserer Mietwohnung keinen Hund halten könnten, weil dies vom Vermieter nicht erwünscht sei. Da ich dennoch nicht aufgehört habe zu nerven, wurde meine Sehnsucht erst einmal durch ein Meerschweinchen besänftigt. Versteht mich nicht falsch, ich habe mein Meerschwein Sissi über alles geliebt, aber das hieß natürlich nicht, dass mein Verlangen nach einem Hund gestillt war. Als wir dann ein Haus gebaut haben, dachte ich, die Zeit wäre gekommen. Aber mein Vater hat mir zu verstehen gegeben, dass wir erst, wenn wir einen Zaun um unseren Garten haben, einen Hund haben könnten weil er ja sonst davonlaufen würde. Ihr könnt es euch vielleicht denken, aber bis ich mit 18 Jahren ausgezogen bin, gab es um unser Grundstück keinen Gartenzaun.

Zum Geburtstag habe ich einen aufblasbaren Mops bekommen. Natürlich nicht das Gleiche wie ein echter 🙁

Also war mir von da an völlig klar: ich schaffe mir auf jeden Fall selber einen Hund an, so schnell wie möglich. Doch dann kommt einem “das Leben” dazwischen. Ausbildung, erste eigene Wohnung… da steht plötzlich vor Herausforderungen, die man erst mal meistern muss. Schnell hat man andere Dinge im Kopf, als sich einen Hund anzuschaffen. Und so zogen die Jahre ins Land. Irgendwann habe ich mich entschlossen berufsbegleitend zu studieren und musste drei mal pro Woche abends, nach der Arbeit in Vorlesungen. Immer wieder habe ich im Kopf geprüft, ob ich einen Hund jetzt “irgendwie unterkriegen” würde. Meistens musste ich die Frage mit “nein” beantworten. Und so vergingen weitere vier Jahre… ohne Hund. Als ich mein Studium abgeschlossen hatte, war es eigentlich mein Freund (heute mein Mann), der mir die Entscheidung abgenommen hat. Ich habe immer wieder die Augen nach Züchtern offen gehalten und mit ihm über meinen Wunsch gesprochen aber ich habe irgendwie diesen einen letzten Schritt nie gewagt. Bis zu dem Tag als mein Mann sagte “Ich habe einen Termin beim Züchter ausgemacht. Ich komme Dich jetzt abholen und wir fahren dort hin”. Er wusste, ich wollte schon immer einen Hund und warum dann nicht einfach einen holen?

 

Wie man immer so schön sagt, fährt man nicht einfach zum Züchter, um mal “zu schauen”. Ich kam dort an und mein Schmiddi war der letzte Mops im Wurf. Ich dachte mir was er doch für ein armer Kerl sei, dass ihn keiner vorher wollte? Alle seine Geschwister haben schon ein neues Zuhause gefunden, nur er nicht. Und so war es schon um mich geschehen. Ich hatte einen Hund!

 

Bevor man sich einen Hund anschafft macht man sich Gedanken wie “habe ich genügend Zeit?”, “was mache ich mit ihm, wenn ich in den Urlaub will?”, “wo bringe ich ihn unter, wenn ich beruflich mal weg muss…?” usw. Ohne Frage ist es wichtig, dass man sich diese Gedanken macht. Denn ein Hund ist ein Lebewesen und wenn man sich einen Hund anschafft, sollte man sich bewusst sein, dass man die volle Verantwortung für dieses Lebewesen übernimmt. Er ist Teil der Familie und soll es auch immer bleiben. Es ist also unumgänglich vorher abzuklären, ob man das Tier in der Wohnung halten darf, ob man evtl. Allergien hat etc. Für mich war es auch unumgänglich zuvor in meiner Arbeit abzuklären, ob ich ihn mitnehmen kann. Ich wollte nämlich vermeiden, dass ich einen Hund habe, dieser aber 8 Std. oder länger pro Tag alleine zu Hause sein muss. All diese wichtigen Parameter sollten schon passen.

Aber alle Fragen darüber hinaus, wirst Du vorher nicht beantworten können. Ich kenne so viele Menschen, die sich einen Hund wünschen, aber einfach Angst vor dem Schritt haben, sich tatsächlich einen anzuschaffen. Sei Dir sicher, Dein Leben wird sich verändern – mit Hund. Das ist Fakt. Aber ich kann aus eigener Erfahrung sagen, jede Situation, die Du vorher als “Einschränkung” Deines Alltages angesehen hättest, empfindest Du dann nicht mehr als solche. Du weißt ja, wofür Du es machst. Für DEINEN Hund. Und lösen sich viele, vorher als noch so schlimm erachtete Umstände, von ganz alleine. Plötzlich hast Du ganz viele Freunde, die sich als Hundesitter anbieten, weil er ja “soooo süß” ist usw.

Du wirst nicht jede mögliche Situation vorher abschätzen können und somit wird es den einen perfekten Moment, um sich einen Hund anzuschaffen, wohl nicht geben. Aber glaube mir wenn ich sage, dass der Moment, in dem mein Mann mir diese Entscheidung quasi abgenommen hat, die beste Entscheidung in meinem Leben war.

 

Zum Spezialartikel:   Dein Hund ist wasserscheu - woran kann das liegen?

Ich wollte schon immer einen Hund… und jetzt habe ich einen! Mein bester Freund!

 

Eure Nicole & Schmiddi

 

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Nicole & Mops Schmidt “Ein Leben ohne Mops ist möglich, aber sinnlos”. Ich kann mir ein Leben ohne meinen Schmiddi in der Tat nicht mehr vorstellen. Für mich ist er etwas ganz Besonderes. Er ist smart, verspielt, verschmust aber irgendwie ständig auf Vollgas. Mein kleiner Kumpel, immer an meiner Seite und immer für mich da.