Welpen Barfen – Welche BARF-Zusätze braucht ihr Hund wirklich?

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Eines der wohl am kontroversesten diskutierten Themen rund ums Barfen, stellt das Thema Zusätze dar. Welche Zusätze sind wirklich nötig? Welche Zusätze schmücken sich mit dem Luxusstatus ? Und welche Zusätze schaden vielleicht mehr, als dass sie einen Nutzen haben? All diese Fragen werden wir in diesem Artikel behandeln und Ihnen einen Überblick darüber verschaffen, was Sie wirklich brauchen, damit ihr erwachsener Hund alle Nährstoffe bekommt, die er braucht.

Bevor wir uns den Zusätzen im Einzelnen widmen, muss ganz klar gesagt werden:

❌ KOMPLETTPULVER
brauchen sie nicht! ❌

Diese vermeintlich „einfache“ Lösung schadet in der Regel mehr als dass sie nützt, da dort meist Dinge enthalten sind, die der Hund entweder nicht wirklich braucht oder die Pulver vom Verhältnis der Inhaltsstoffe nicht zu Ihrem Hund passen. Dies führt dann in der Regel zu Überversorgungen, die sich negativ auf die Gesundheit des Hundes auswirken können.

Aber welche Zusätze muss ich füttern?

Grundsätzlich keine! Aber (und jetzt kommt ein großes ABER) dann müsste der Hund wirklich vollumfänglich ernährt werden und dies ist in der heutigen Zeit schwer umzusetzen. Ebenso muss der Hund heutzutage mit viel mehr Umweltgiften etc. umgehen, sodass eine gewisse Fütterung von Zusätzen Sinn macht und notwendig wird.

1. Hochwertige Öle:

 Zu Empfehlen sind hier Fischöl und Kokosöl. Aber auch Mix Öl, das sogenannte 3-6-9-Öl erfüllt den Zweck. Welche Öle wirklich gut zur Fütterung geeignet sind und was dabei beachtet werden soll, erfahrt ihr in diesem Artikel: Öle – Was braucht man wirklich?

2. Seealgen:

Seealgen werden als Pulver angeboten.  Bitte achten Sie beim Kauf darauf, dass der Hersteller den Jodgehalt genau angibt, da die genaue Dosierung unbedingt beachtet werden muss, da eine Überdosierung mit Jod meist zu erheblichen Schildrüsenproblemen führt. Bei der regelmäßigen Fütterung von Seefisch bedarf es keiner Supplementierung von Seealgen.

4. Lebertran:

Auf dem Markt sind vor allem Produkte aus der Leber von Dorschen. Diese Leber enthält einen hohen Anteil an Vitamin A, E, D sowie Jod und Phosphor. Da viele dieser Stoffe auch in Seefisch enthalten sind, kann bei der Fütterung von Seefisch auf die Supplementierung von Lebertran verzichtet werden. Ansonsten ist eine Fütterung 2-mal die Woche zu empfehlen. Die richtige Dosierung hängt jedoch vom entsprechenden Produkt ab und dem sonstigen Ernährungsplan des Hundes ab.

5. Kräuter:

Die Menge der gefütterten Kräuter ist zwar zumeist recht klein, jedoch empfehlen wir die Fütterung in Verbindung mit dem Obst und Gemüse Anteil des Futters. Bestes Beispiel sind die einschlägigen Heilkräuter, wie z.B. Pfefferminz, Salbei, Brennnessel, … . Am einfachsten lassen sich Kräuter über die Kräutermischung aus dem Handel füttern. Es ist natürlich aber  genauso möglich selbst Kräuter zu ziehen oder bei entsprechenden Kenntnissen zu pflücken. Achten Sie bitte darauf, dass manche Kräutermischungen bereits Seealgen enthalten, sodass diese dann nicht mehr gesondert gefüttert werden müssen.

Zusätzlich kann es phasenweise Sinn machen folgende Produkte zu füttern:

1. Grünlippmuschelpulver:

Diese Präparate, die aus der neuseeländischen Grünlippmuschel gewonnen werden, enthalten eine Vielzahl von Mineralien, Spurenelementen und Antioxidantien. Ganz besonders zu erwähnen ist Glycosaminglykane.

2. Bierhefe:

Bierhefe enthält viele Mineralien und Nährstoffe, wie z.B. Eisen, Zink, Kupfer, Magnesium,…!
Zu beachten ist jedoch, dass Bierhefe erstens sehr purinreich ist und von empfindlichen Hunden nicht immer gut vertragen wird.

3. Spirulina:

Spirulina ist eine Alge, die sehr nährstoffreich ist.

 

 

 

 

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Felix & Kessy Wir, das sind Kessy und Felix und wir haben die große Ehre Artikel zu allen Themen rund um das Thema Barf und Ernährung mit euch zu teilen. Solltet ihr einmal Fragen oder Anregungen haben, teilt sie uns gerne mit. Kessy ist eine fünfjährige Mischlingshündin (Jack-Russel- Terrier/ kleiner Münsterländer) aus dem Tierheim und wird, seit sie bei uns ist, gebarft. Kessy wurde aufgrund schlechter Haltung ins Tierheim gebracht und galt dort als "Problemhund". Sie hatte Probleme mit anderen Hunden, hat zum Teil auch Menschen gebissen und hörte auf niemanden. Aber zwischen uns stimmte sofort die Chemie und selbst die Mitarbeiter des Tierheims waren überrascht, wie viel Nähe und Vertrauen Kessy uns von Beginn an schenkte. So war für uns vom ersten Moment an klar: DIESER Hund muss es werden und nach zahlreichen Besuchen, wurde sie es auch.